Ein Klospruch ist eine
besondere Form des Graffito, die man
vor allem an den Innenwänden öffentlicher Toiletten findet.
Man spricht auch von Klograffiti,
Toilettengraffiti oder
Latrinalia.
Klosprüche werden mit Bleistift, Kugelschreiber oder
Filzstift geschrieben oder mit spitzen Gegenständen
eingeritzt. Auch Kondomautomaten werden häufig mit
Sprüchen verziert. Klosprüche können alle
möglichen Inhalte umfassen: vom Wunsch nach Sexkontakt,
obszönen oder humoristischen Nonsens-Dichtungen
bis hin zu mathematischen Formeln kann man - je nach Standort der
Toilette - viele Formen von Klograffiti finden. Oft sind auch
obszöne oder witzige Zeichnungen zu finden. Diese Kritzeleien
sind meistens sehr kurzlebig, weil öffentliche Toiletten
regelmäßig gereinigt
werden.
Im juristischen Sinne kann das Anbringen von Klosprüchen
auf fremden Toiletten unter bestimmten Voraussetzungen eine
Sachbeschädigung darstellen und daher
strafbar sein.
Von geistreich bis
geistlos, von
vorpubertär bis
philosophisch, von
sexistisch bis emanzipiert
- was auf
deutschen Klowänden
zu lesen steht
Eigenlob stinkt,
aber hier riecht's auch nicht nach Flieder
Liebe Köchin, lieber Koch
hier fällt eure Kunst ins Loch.
Ich bin kein Mann für
eine Nacht.
Ich werde schon nach ein paar Stunden müde.
Langes Sehnen,
großes Hoffen,
kann nicht kommen,
bin besoffen.
Bursche!
Nimm die Hand aus meiner Unterhose!
Ich zähle bis tausend!
Gott ist
tot.
(Nietzsche)
Nietzsche ist tot.
(Gott)
Tote reden nicht.
(Django)
Nur der Papst und ich sind
unfehlbar.
Beim Papst bin ich mir allerdings nie ganz sicher.
Ein übergroßer Blasendrang ist
hinderlich beim Staatsempfang.
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